Halbfinale zwischen Joshua Bausch und Philipp Krieger

In der Top 4 des Turniers waren vier verschiedene Decktypen vertreten, und zwar fast exakt die vier wichtigsten Standarddecks der jüngsten Vergangenheit. Während im anderen Halbfinale Weiß-Blau-Approach gegen Monorot antrat, gab es hier den Kampf der Dreifarbigen zu bestaunen: Joshua Bausch führte Temur Energy ins Feld, Philipp Krieger hielt mit Mardu Vehicles dagegen.

Spiel 1

Wie üblich war das frühe Spiel gekennzeichnet von Versuchen, eine eigene Boardpräsenz aufzubauen beziehungsweise die gegnerische abzubauen. Vieles wurde eins zu eins abgetauscht, aber ein Pärchen Rogue Refiner und eine Bristling Hydra gaben Bausch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil.

Philipp Krieger

Krieger fiel schnell auf neun Leben, konnte dann allerdings mithilfe von Pia Nalaar, Needle Spires und zweimal Walking Ballista doch stabilisieren. Irgendwann lag bei Bausch nur noch Kleingetier, welches über kurz oder lang ebenfalls abgetauscht wurde, und bald fanden sich beide Spieler im Topdeckmodus wieder.

Krieger zog Thought-Knot Seer und holte sich einen Scrapheap Scrounger aus dem Friedhof zurück. Bausch zog Attune with Aether gefolgt von zwei Ländern. Das bekam ihm nicht so gut. „Ein verdammtes Land weniger“, schimpfte er, während es ans Sideboarden ging.

Spiel 2

Zwei Mulligans für Bausch ließen nichts Gutes vermuten. Er schaute missmutig auf seine fünf Karten – Spirebluff Canal, Attune with Aether, Harnessed Lightning, Glorybringer, World Breaker – und hielt. Besser würde es mit einem weiteren Mulligan jedenfalls nicht werden.

Joshua Bausch

Wenig überraschend hatte Bausch kein Land im zweiten Zug. Zur Verwunderung aller Beobachter ging es dann jedoch weiter mit Botanical Sanctum und Abrade auf Kriegers erste Bedrohung, Harnessed Lightning auf Kriegers zweite Bedrohung und schließlich Bristling Hydra. Auf einmal sah es gar nicht mehr so schlecht für Bausch aus. Als dann noch Glorybringer im sechsten Zug und World Breaker im neunten Zug kamen, war die Überraschung perfekt. Bausch gluckste, „Und ich war noch so sad über den World Breaker auf der Starthand!“

Spiel 3

Das große Finale des Halbfinales entpuppte sich allerdings als große Enttäuschung. Bausch spielte Longtusk Cub und Whirler Virtuoso, bekam beide abgeräumt von Abrade respektive Unlicensed Disintegration und legte in der Folge vor allem Länder. Irgendwann hatte er fünf Länder auf dem Tisch, fünf weitere in der Hand und zog im Anschluss gleich noch eins. Bis dahin war Kriegers Gideon, Ally of Zendikar bereits munter am Angreifen. Zwar zog Bausch kurz vor Ende noch einen Glorybringer, der einen Zug früher vielleicht noch etwas geändert hätte. Aber nun war es zu spät.

Philipp Krieger 2:1 Joshua Bausch

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