Finale zwischen Philipp Krieger und Moritz Templin

Nach zwölf Runden, zwei Drafts, Viertel- und Halbfinale blieb nur noch dies: ein letztes Duell um den Titel und die Trophäe. Nun gut, eine Trophäe würde jeder der beiden erhalten und es ging auch bloß darum, wer sich fortan Meister und wer sich Vizemeister nennen dürfte.

Philipp Krieger versus Moritz Templin

Entsprechend locker und freundschaftlich gingen die beiden ans Werk. Immerhin waren sie ja jetzt Teammates, würden zusammen mit Pro-Punkte-Meister Marc Tobiasch Deutschland beim diesjährigen World Magic Cup vertreten. Irgendwann kam der ebenfalls vorbei, um sich kurz zu verabschieden: „Ich muss los, herzlichen Glückwunsch, wir schreiben dann.“

Der Kampf zwischen Templins Monorot und Kriegers Mardu Vehicles ließ sich zudem verhältnismäßig flott abhandeln. Die beiden Aggrodecks hatten schon im ungleich wichtigeren Halbfinale schnell obsiegt, dort gegen Kontrolle und Temur. Nun, im Wettrennen miteinander, legten sie noch einmal einen Zahn zu.

Spiel 1

Krieger durfte anfangen und eröffnete rasant mit Toolcraft Exemplar, Scrapheap Scrounger und Scrapheap Scrounger.

Templin hatte zwar ebenfalls einen 1- und 2-Drop und schoss im dritten Zug mit Collective Defiance auf Toolcraft Exemplar. Trotzdem fiel er bald auf fünf und sah sich zu allem Überfluss dann sogar einem Aethersphere Harvester gegenüber. Er griff weiter an, legte nach dem Kampf drei Bodenblocker nach und hätte es vielleicht noch drehen können …

… doch damit war Templin ausgetappt und musste hilflos zusehen, wie ein Scrounger Aethersphere Harvester bemannte, wie der Luftangriff ihn auf zwei brachte und wie frisch gespielte Ramunap Ruins die Partie beendeten.

„Oh, welch Ironie“, kommentierte Templin den Umstand, dass ausgerechnet er als Spieler des sogenannten Ramunap Red gegen Ramunap Ruins verlieren musste.

Spiel 2

Abgesehen von Doppelmulligan ließ sich dieses Spiel aus Sicht von Templin besser an. Diesmal durfte er beginnen und er begann mit Falkenrath Gorger und Earthshaker Khenra. Obendrein musste Krieger zwei Leben an Shefet Dunes zahlen, um erst Thraben Inspector, dann Toolcraft Exemplar zu wirken.

Letztlich gelang es Krieger aber zu stabilisieren. Speziell sein Fuhrpark aus Heart of Kiran und später Aethersphere Harvester stellte eine wirksame Abschreckung für Templins Kreaturen dar.

Kurz darauf folgten Unlicensed Disintegration sowie ein Angriff mit lebensverknüpftem Aethersphere Harvester und schon führte Krieger wieder im Damagerace.

Jetzt liefen die Motoren auf sämtlichen Zylindern: Es gab eine Walking Ballista mit zwei Marken, diverse Vehicles wurden gecrewt und mehr Toolcraft Exemplar fand sich auf dem Spielfeld ein. Bei Templin dagegen war die Luft raus.

Philipp Krieger 2:0 Moritz Templin

Damit nahm das Turnier ein Ende; blieb nur noch die Siegerehrung:

Der Deutsche Vize-Meister 2017: Moritz Templin

Der Deutsche Meister 2017: Philipp Krieger

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